Abendausfahrt - TCS-Motorradgruppe

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Bericht zur Abendausfahrt vom 26.Juli 2019

Zusammengefasst könnte man die diesjährige Abendausfahrt auch als Aben(d)teuerausfahrt betiteln!
Das schöne Wetter war ideal für eine kleine abendliche Ausfahrt, wären die tropischen Temperaturen nicht gewesen. Ich hatte im Büro tagsüber durchaus angenehme klimatische Arbeitsbedingungen. Und dann waren zu Hause Töffklamotten angesagt. Was tut man nicht alles für die nötige Sicherheit. Doch da kommt uns tatsächlich ein Fahrer eines amerikanischen Modells entgegen, in T-Shirt, kurzer Hose und Jet Helm.   Nur die Flip-Flops hatten noch gefehlt. Ich hätte ja auch nichts gegen diese Ausrüstungsvariante gehabt, aber eben ohne Töff, in einer Badi oder im „Bach“.

Mit 14 Töffs und 20 Teilnehmern startete die Gruppe am frühen Abend ab der Landi in Aesch. Wir hatten uns leicht verspätet beim Treffpunkt eingefunden. Dies führte bereits zu Spekulationen darüber, ob italienische Töffs bei diesen Bedingungen keine Lust auf eine Ausfahrt haben könnten. Weit gefehlt! Die bedingte Lust zur Ausfahrt betraf, wenn überhaupt, eher den Fahrer und die Sozia und nicht den Töff - aus den vorgängig erwähnten Gründen.

Die Tour führte erst über den Chall, runter via Röschenz auf die „Internationale“, an Plakaten für eine wohl bekannte Motocross-Veranstaltung vorbei und via Delémont und Soyhières über den Scheltenpass. Der Fahrtwind vermochte etwas Kühlung zu bringen. Noch besser waren die Waldpassagen, wo die Bäume für merklich kühlere Temperaturen sorgten. Ich war schon einige Zeit nicht mehr über den Scheltenpass gefahren. Der Strassenbelag ist immer noch gewohnt gleich schlecht. Das gehört da irgendwie dazu. Aber jetzt wird die Strasse umgebaut und dann wohl auch der Belag erneuert.

Im Restaurant Guldental am anderen Ende des Scheltens wurden wir bereits erwartet. Auf der neuen Terrasse mit grossen Sonnenschirmen liess es sich aushalten. Mit allerlei Flüssigem wurde der erste Durst und auch die weiteren Dürste (?) gestillt. Gibt es überhaupt einen Plural von Durst? Bei diesen Temperaturen kann ja ein Durst allein nicht genug sein. Das vorgängig ausgesuchte und bestellte Essen war sehr gut. Das Sennhof-Plättli und den Burger hatte ich persönlich verputzt bzw. verkostet. Von den anderen Teilnehmern waren keine Klagen zu hören. Ein kleines Dessert musste natürlich auch noch reinpassen. Zugegeben, klein war der Coupe nicht, aber das ist alles Ansichtssache. Es hatte jedenfalls geschmeckt.
Plötzlich kam ein etwas frischer Wind auf, der Himmel färbte sich grau-schwarz und es fielen ein paar Tropfen.  Uns wurde angeboten, von der Terrasse in den Innenraum zu wechseln. Aber wir sind ja allwettertaugliche Töfffahrer.  Wird schon nicht so schlimm werden.  Auch das wurde ziemlich schnell zur Ansichtssache und wir wechselten doch noch in die gute Stube. Draussen tobte ein Gewittersturm mit Graupel, Blitz und Donner, der sich wortwörtlich gewaschen hatte. Ein Spektakel, welches uns ohne die noch bevorstehende Heimfahrt nicht weiter beunruhigt hätte. Nun hatten wir also die ersehnte Badi doch noch vor uns. Es wurden diverse Wetter-Apps und Radarbilder auf den Handys konsultiert. Darauf zeichnete sich eine vorübergehende Besserung ab. Es galt also, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Route zu wählen. Wir entschlossen uns für den Passwang, zusammen mit Catherine, Markus und Dominique. Der Regen und der starke Wind liessen nach.  In Richtung Laufental galt es gut zu beobachten, wo das Gewitter hinzog. Es krachte bedrohlich und in der Ferne über dem Elsass war der Himmel zeitweise von Blitzen hell erleuchtet. Umgeworfene Verkehrsschilder und das Laub am Boden zeugten vom eben vorbeigezogenen Sturm. Wir fuhren weiter, denn in Richtung Basel besserte es  zusehend und wir kamen fast regenfrei nach Hause.

Besten Dank an Markus als Tourenleiter, oder dieses Mal vielleicht zutreffender, Master of Ceremony.
Andi F.
Last update:12.11.2019
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