Alpen-Tour 2011 - TCS-Motorradgruppe

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Alpen-Tour vom 10. und 11. September 2011


Die diesjährige Alpen-Tour führte uns in die Bergwelt um Grimsel, Furka und Nufenen.

Route:
Eine Wunderkiste mit bekannten und weniger bekannten Strassen aller Art, gepaart mit dem phantastischen  Panorama der Alpen und der Rheinschlucht .Siehe Roadbook zum Herunterladen.

Roadbook und GPS-Daten zum Herunterladen:


Alpentour 2011-Samstag.pdf
 Alpentour 2011-Sonntag.pdf  Alpentour 2011-Samstag.gdp  

Alpentour 2011-Sonntag.gdp
 Alpentour 2011-Samstag.gpx  Alpentour 2011-Sonntag.gpx

Tourenleitung:
Andi Fischer

Bericht von Sandra und Andreas Ernst


Auf zur Alpentour
Die Alpen versprechen viel und bei wunderbarem Sonnenscheinwetter haben sie alle Sehnsüchte, die damit verbunden sind, erfüllt – so viel vorab.
Die diesjährige Alpentour war gekennzeichnet durch berauschende Panoramen, urige Dörfer, unzählige Kurven und beste Stimmung unter den Fahrer und Fahrerinnen – und eine bisher unbekannte Neuheit, die sicher den meisten Töff-Fahrer nicht bekannt war, das Klick in-/Klick off-System. Mehr dazu später, der Reihe nach.


Bei perfekten äusseren Bedingungen trafen sich 19 Bikerinnen und Biker auf ihren 15 Töffs zur gewohnten Stunde auf dem Parkplatz der Raststätte Pratteln. Los ging’s recht unspektakulär in zwei Gruppen, über die Autobahn und durch den üblichen (Hoch)Nebel im Grossraum Härkingen bis Solothurn West. Und von nun an Fahrvergnügen pur, …on the road again… durch Büren und Lyss – und beim Blick nach rechts denke ich: «Schade, dass sich der Bieler See noch unter einer Morgennebel-Decke versteckt. »Ein paar Kilometer weiter, im wunderschönen Aarberg, legen wir den Znüni-Stopp ein. Es war schön, schon früh am Vormittag draussen sitzen und geniessen zu können. Weiter ging es im grossen Bogen um Bern herum, über Kerzers und Laupen nach Schwarzenburg. Die Strassen passten sich dem Wetter an – traumhaft. Weiter über Plaffeien, vorbei an Schwefelbergbad den Gurnigel hoch, über Steffisburg und einen kurzen Sprint den Schallenberg hinauf zum Mittagessen. Bevor die Müdigkeit nach einem guten Mahl einsetzte, ging’s wieder rauf aufs Bike und via Schüpfheim und Sörenberg über den Glaubenbüelen – an diesem Tag wahrhaftig eine Panoramastrasse. Nicht eine Wolke trübte die Fernsicht. Kurzer Schwung nach rechts, den Brünig hoch und wieder runter bevor es auf die Schlussetappe ging. Es war einfach Klasse, bei diesem grandiosen Wetter und vergleichsweise wenig Verkehr den Grimselpass in Angriff zu nehmen und anschliessend elegant «abzufahren» zum Quartier.


Unser Hotel, das Glacier du Rhone, am «ehemaligen» Fusse des Rhone-Gletschers gelegen, hat uns in ein anderes Jahrhundert versetzt. Sehr erfreut zeigten sich alle beim Anblick des vom Hotel offerierten Walliser Apéro mit Wein und Käse – lecker! Auf dem Weg zu den Zimmern konnte man sehen, dass die sanfte Renovierung des alten Hauses den Charme des letzten Jahrhunderts erhalten hat. Im grossen Speisesaal bekam man Lust im Glanz der Leuchter einen Wiener Walzer aufs Parkett zu legen. Die Müdigkeit des Tages und die fehlenden Tanz(Ski)Schuhe haben uns allerdings schnell wieder in die Gegenwart zurückgeholt, der gemütliche Abend endet frühzeitig in den bequemen Betten.


Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt, was durch die sonnenbeschienenen Gipfel dann doch einfacher fiel, als unter der Bettdecke noch gedacht. Erfrischende 6°C  und eine herrlich klare Bergluft in den frühen Morgenstunden weckten müde Geister! Es sollte am 2. Tag der Alpentour noch richtig heiss werden unter den Motorradkleidern.


Die Route des zweiten Tages verlief über den Nufenenpass, Gotthard mit Znünipause und weiter über den Oberalppass zum Zwischenstopp beim Restaurant LinX-Beizli in der beeindruckenden Rheinschlucht – ein Geheimtipp, den wir gerne weitergeben. Wunderbar gelegen konnten wir unser vorbestelltes Mittagessen, das schnell und freundlich serviert wurde, geniessen. Gute Stärkung ist wichtig, aber nicht alles. Denn ein weiteres Highlight stand uns ja noch bevor – der nur mit Genehmigung befahrbare «Kunkel Spass», oder hiess er Kunkelspass? Jedenfalls, der Berg machte viel Spass.


Doch zunächst noch die Erklärung zum Klick in-/Klick off-System: Das Spezielle an der TCS-Motorradgruppe ist, die Möglichkeit sich an einer Tour auch zwischendrin einzuklinken oder auszuklinken. Nachdem die Überfahrt des Gotthards bei so manchem Südländer die Sehnsucht nach Dolce Vita auslösen kann, haben wir uns von einem Fahrer verabschiedet, der den Rufen nicht wiederstehen konnte und weiter nach Lugano fahren wollte (musste). Dafür hat sich kurz darauf eine weitere Stammfahrerin dazugesellt, um den zweiten Teil der Alpentour mitzumachen.


Die Überfahrt über den Kunkelspass war ein wahrer Leckerbissen auf der Tour. Nachdem uns unser Tour-Guide im Voraus mit unseren Nummernschildern anmelden musste und die Gruppenkasse die Gebühr für jeden Töff übernommen hat (nochmals  vielen Dank), durften wir eine aussergewöhnliche Strecke befahren. Eine sehr enge Strasse, zum Teil mit beachtlicher Steigung, nicht befestigt und vorwiegend von Wanderern und Mountainbikern genutzt. Leider musste einer von uns für den besonderen Spass auch bezahlen – es war ein platter Reifen zu beklagen. Zum Glück kommt der TCS auch in die entlegensten Gebiete und der Töff hatte einen VIP-Transfer auf dem Anhänger nach Basel, …interessant, dass auch der TCS-Helfer über ein Klick in-/Klick off-System verfügte, nämlich zur Sicherung des Vorderrades. Was es nicht alles Tolles gibt?!


Im Taminatal verabschiedeten sich einige und wählten den direkten Weg nach Hause, der Rest der Gruppe machte noch einen kurzen Abstecher über die Flumserberge.


Wir hoffen, dass alle gut und trocken nach Hause gekommen sind – denn im Raum Zürich öffnete der Wettergott die Schleusen für einen Moment – böse Zungen behaupten, das hätte an unseren Kennzeichen gelegen….


Ein kleines, persönliches Fazit zum Schluss: Nach einigen Tagestouren war die Alpentour für uns die zweite Tour mit Übernachtung – und ganz sicher nicht die Letzte. Herzlichen Dank an die Organisatoren für die Vorbereitung und die tolle Streckenauswahl mit viel Gelegenheit zur ausgiebigen «Freien Fahrt» und allen Mitfahrerinnen und Mitfahrern für die netten Stunden.

Sandra & Andreas

Fotos von Sandra und Andreas Ernst
Fotos von Andi Fischer
Last update: 08.10.2017
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