August-Tour 2010 - TCS-Motorradgruppe

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Tour 2010 in die Ostschweiz


Bericht von Christoph Dürrenberger
Für den eiligen Schnellleser einleitend das hydrologische Kurzportrait der August Tour 2010:

"   Im ersten Teil den Rhein aus deutscher Perspektive erkundet
"   Mittagessen im Hotel Schägalp war ein R(h)einfall, dafür super Alternative gefunden
"   Zürichsee, Badepfütze bei Samstagern, Zugersee und Türlersee von weitem gesehen
"   In der zweiten Tageshälfte ein Bad im eigenen Schweiss bei 30°C genommen
"   lauter zufriedene Gesichter während und nach der Tour

Für die Geniesser noch etwas ausführlicher:


Pünktlich um 8 Uhr verliess eine aufgestellte Gruppe von 14 Personen auf 13 Motorrädern die Standardbasis Violaweg Kaiseraugst Richtung Ostschweiz. Mit dabei waren diesmal 5 Gäste und die üblichen Verdächtigen. Herzlich willkommen den Gästen und hoffentlich bald wieder.

Der erste Teil der Tour führte uns auf der deutschen Seite des Rheins über Rheinfelden, Laufenburg, Waldshut-Tiengen und Griessen wieder zurück über die Schweizer Grenze nach Hüntwangen und Eglisau. Die überschaubare Menge an Töffs konnte in der Nähe des Café Nachtwächter versteckt werden und dann gab's den Znünikaffe auf der Terrasse beim alten Turm bei angenehmer Morgensonne.

Die Weiterfahrt brachte uns nach Winterthur, wo wir uns für die Dosenbahn bis Wil SG entschieden, um in nützlicher Frist Land zu gewinnen. Über uns hing das Damoklesschwert bzw. die Drohung des desinteressierten und unfreundlichen Personals des Hotels Schwägalp "Bezug des Mittagstisches bis 11:45", ansonsten der Tisch weiter gegeben werden sollte.

Aus diesem Grund und mit freundlicher Unterstützung meines widerstrebenden Navis wurde die Schwägalp anstatt auf der geplanten östlichen Route (Gossau, Herisau, Waldstatt) über die westliche Anflugschneise in Form eines Direct Approach via Wattwil und Neu St. Johann angepeilt. Ankunft auf der Schwägalp war nach wohligem Genuss aller Kurven um 11:43 Uhr. Aber sieh mal da: der gewünschte Tisch war nicht am unteren, sondern am obern Ende der Luftseilbahn reserviert!! Alternative: Selbstbedienung und Tische in der prallen Sonne sowie das Sonntagskonzert eines Musikvereins.

Nach kurzer Beratung entschieden wir uns, die herrlichen Kurven der Auffahrt Schwägalp noch aus der andern Richtung zu geniessen und fuhren zurück ins Hotel Seeben in Ennetbühl, wo wir als Gruppe ad hoc sehr freundlich und engagiert empfangen wurden und auf dessen Terrasse wir ein wunderbares Mittagessen serviert bekamen.

Und weil's so schön war: nach dem Essen entschlossen wir uns, nochmals über die Schwägalp zu fahren und den östlichen Bogen doch noch zu spannen. Über Urnäsch (Tankstopp), Waldstatt, Wald und die Wasserfluh vollendeten wir den Three-Sixtie bei Wattwil und zogen weiter über den Ricken und nach Rapperswil.

Langsam machte sich die Hitze unter der ordonnanzmässigen Töffbekleidung bemerkbar. Optisch wurde dies auch untermalt durch die Tatsache, dass man an diesem Nachmittag auch locker trockenen Fusses über die vielen Boote auf dem Zürisee hätte nach Pfäffikon wandern können.

Die folgende Weiterfahrt durch die malerischen Dörfer und abwechslungsreichen Landschaften des Pfannenstiels (Hütten, Schönenberg, Hirzel, Türlen, etc.) entschädigte uns für die Hitze. Erstaunlich, dieser Friede so nahe an den Ballungszentren der Region.

Nach langen 2 ¼ Stunden Fahrt gab's dann endlich im Spielzeugmuseum in Habersaat am nördlichen Ende des Türlersees den verdienten Zvierihalt. Allerlei Flüssiges fand den Weg in die durstigen Kehlen, ergänzt von den wunderbaren selbstgemachten Glacés des unscheinbaren Käffelis. Wer das Glück hatte, zum männlichen Geschlecht zu gehören, konnte während dem Pinkeln auch noch ein herrliches Modell einer Dampflokomotive der Königlich Bayrischen Staatsbahnen bewundern (auch Männer sind multitaskingfähig!!)

Das letzte Stück bis zum offiziellen Ende der Tour in Birmensdorf war dann nur noch ein kleiner Hüpfer. Leider waren unsere blauen Freunde von der Zürcher Kapo bei Gamlikon mit ihrer Radarpistole etwas zu spät dran um Beute zu machen, wenn es denn solche gegeben hätte.

In Birmensdorf verabschiedete uns Präsi Markus unter anerkennenden Lobesworten für unsere Flexibilität bezüglich der nicht ganz nach Plan abgelaufenen Tour. Wer hätte es denn bemerkt angesichts dieses schönen Tages? Freundlich wie immer erklärte er uns auch noch den Weg zur Autobahn, was dann wegen einer Umleitung auch noch i.d.H. ging, *grins*……

Die restliche Heimfahrt nagte dann zumindest mir ziemlich am Sitzleder. Aber dieser Tag hat sich wirklich gelohnt !!

Christoph Dürrenberger, 27.08.2010

Fotos von Max Favre
Last update: 08.10.2017
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