Basel Marathon 2013 - TCS-Motorradgruppe

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Basel Marathon 2013


Bericht von Niggi Bastian

Als Markus Dürrenberger mich per Mail fragte, ob ich mit ihm und Markus Güdel am Basel Marathon teilnehmen möchte, sagte ich sofort zu. So durchtrainierte Buben wie wir müssten die 42 Kilometer doch locker schaffen.
Wie sich aber bald herausstellte, waren ganz andere Qualitäten wie stramme Waden gefragt. Wir sollten den Marathon per Motorrad mit einem Sozius kontrollieren. Tönt auch nicht schlecht und somit stellte ich mein Lauftraining sofort wieder ein.  
Unsere Aufgabe bestand darin, einige Funktionäre mittels Motorrad schnell von einem Punkt zum anderen zu spedieren. Markus Güdel durfte einen fliegenden Doktor chauffieren, so dass ein verletzter Läufer auch grad noch den Zahnarzt in Anspruch nehmen konnte. Bio  und ich hatten zwei Streckenchefs als Mitfahrer, die vor dem Wettkampf die Strecke kontrollieren mussten.
Dies setze aber ein zeitiges Erscheinen voraus – in unserem Falle morgens um 6.00 Uhr. Mit viel Diplomatie und Zureden konnte ich meine Zeit auf 6.30 Uhr drücken.
So traf man sich ziemlich verschlafen um 6.31 Uhr auf dem nebligen Barfi, wo ich Andi, meinen
Streckenchef, für den westlichen Teil der Strecke in Empfang nehmen durfte.
In weiser Voraussicht hatte ich Catherines Honda ausgeliehen, weil eher Wendigkeit gefragt war und nicht rohe Beschleunigung. Andi fuhr selber lange Zeit Töff, und so kletterte er wie ein Eichhörnchen auf die Transalp.
Zuerst ging‘s Richtung Auhafen, von wo wir die Strecke einerseits kontrollieren mussten und andererseits schauen mussten, dass bei jeder Einmündung ein Streckenposten stand. Nachdem wir einen Teil der Strecke abgefahren waren, stellten wir den Töff an einer  Tankstelle ab und wollten schnell ein Gipfeli mit Kaffee verdrücken.

So traf man sich ziemlich verschlafen um 6.31 Uhr auf dem nebligen Barfi, wo ich Andi, meinen Streckenchef, für den westlichen Teil der Strecke in Empfang nehmen durfte.
In weiser Voraussicht hatte ich Catherines Honda ausgeliehen, weil eher Wendigkeit gefragt war und nicht rohe Beschleunigung. Andi fuhr selber lange Zeit Töff, und so kletterte er wie ein Eichhörnchen auf die Transalp.
Zuerst ging‘s Richtung Auhafen, von wo wir die Strecke einerseits kontrollieren mussten und andererseits schauen mussten, dass bei jeder Einmündung ein Streckenposten stand. Nachdem wir einen Teil der Strecke abgefahren waren, stellten wir den Töff an einer  Tankstelle ab und wollten schnell ein Gipfeli mit Kaffee verdrücken.
Just als ich auf den Knopf der Kaffeemaschine drückte, ging Andi’s Funkgerät los:  «Ja, wir haben schon fast die ganze Strecke kontrolliert – Nein, es ist bis jetzt alles in Ordnung – Was? – Öhhh  ja, das ist der Motor der Honda, der so komisch tönt….jaja, alles klar – nein, nix kaputt – verstanden Schluss.»

In dem Moment hörte die Maschine auf zu malen und wir tranken unseren Kaffee.
Kurz danach gab es dann etwas Hektik, da bei einem Streckenteil ganze 32 Personen nicht
aufgetaucht waren.  Andi und ich sprangen kurzerhand ein und stellten etwa 100 «Töggeli» in die Strassenmitte, weil sich hier die Läufer kreuzten. Nun mussten noch einige Zufahrten abgesperrt und «bemannt» werden; auch das erledigte Andi souverän, aber mit Schweiss auf der Stirn. Nun blieb nicht mehr viel Zeit, «unsere» 21 Kilometer der Strecke zu checken. Da ich ein offizielles OK-Fahrzeug war, konnte ich mir allerhand Sachen leisten, die normalerweise verboten sind. Das Highlight war sicherlich die abenteuerliche Durchquerung des St. Johanns Parks, den wir ziemlich «offroad» hinter uns liessen. Auch ist es ein spezielles Gefühl, mit 50 km/h auf dem Fahrradstreifen die Dreirosenbrücke zu überqueren.
Unterdessen hatte der Marathon begonnen und Andi hatte nicht mehr so viel Stress. Weit vor dem ersten Spitzenläufer sahen wir nochmals nach dem Rechten. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und wir konnten nun im «Rätz-Keller» unser Mittagessen verdrücken.
Dort fanden sich kurz nach uns auch die drei Motorrad-Polizisten ein, die wir ab und zu gesehen hatten. Die fuhren 650er BMW’s. Na, da konnte ich nicht anders und musste doch mal nachfragen, ob die Herren sich nicht vorstellen könnten, mal ein richtiges Motorrad zu fahren. Nö, konnten sie nicht. Aha. Nach zwei oder drei weiteren Provokationen meinerseits musste ich feststellen, dass die Basler Polizei in der Motorradabteilung doch sehr, sehr diplomatische Fahrer hat. Chapeau. Sogar auf dem Parkplatz, den wir gemeinsam benutzten, wollten die Herren auf die Honda klettern. Nein, sie hätten keine Angst, sie dürfen und müssen im Dienst ihre zugewiesene Maschine fahren und nix anderes. Also gut, auch Recht.


Andi und ich fuhren nun auf den Barfi, wo meine Begleitung nun für einen grossen Teil der Strecke als Ansprechpartner und Auskunftsbüro waltete. Auch ich klärte Touristen auf, dass nicht «every day  here in Basle» Leute mit «short trousers» umherrennen.
So verging die Zeit relativ schnell und irgendwann kam der Besenwagen vorbei. Andi und ich fuhren nun die Strecke ein letztes Mal ab, um sich bei jedem Posten zu bedanken und ihn in die Freiheit zu entlassen.
Nachdem auch das erledigt war, trafen sich alle Verantwortlichen auf dem Barfi. Nachdem Andi den Funk zurückgegeben hatte, genehmigten wir uns noch zwei bayrische Bierchen, die alkoholfrei an alle Teilnehmer ausgeschenkt wurden. Das Wetter war unterdessen richtigwarm geworden, so dass mancher Läufer mit einem Bier in der Hand umherlief. Sah richtig witzig aus. Beim zweiten Bier konnte ich mich noch von Markus Güdel verabschieden, der glücklicherweise (enttäuschenderweise??) rein gar nichts zu tun gehabt hatte. Bio hatte sogar schon früher Feierabend machen können.
Für mich war es sehr spannend, mal nicht als Läufer, sondern als Helfer hinter die Kulissen zu schauen. Was so ein Marathon logistikmässig alles in Anspruch nimmt ist einfach gewaltig. War wirklich interessant und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Nächtest Jahr werde ich mich auf jeden Fall wieder zur Verfügung stellen.

Last update: 08.10.2017
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