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bfu-Sicherheitspreis

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Die Städte Bern und Basel gewinnen den bfu-Sicherheitspreis


Mehr Verkehrssicherheit dank gezielter Eliminierung von Unfallschwerpunkten Mit der Auszeichnung «Engagierte Gemeinde» würdigt die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung Ortschaften, die sich mit besonderen Leistungen für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen. Diesjährige Preisträgerinnen sind Bern und Basel, die beide über ein umfassendes Gesamt-Verkehrssicherheitskonzept und einen Massnahmenplan verfügen, nach dem Unfallschwerpunkte seit Jahren systematisch saniert werden. Die offiziellen Preisübergaben finden heute Dienstag (15.11.2011) in den beiden Städten statt.

Das erfolgreiche Konzept der Stadt Bern gründet auf dem bereits 1993 verabschiedeten
«Massnahmenplan Verkehrssicherheit», der drei Punkte in den Vordergrund stellt: erstens die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur durch die Sanierung von Unfallschwerpunkten, zweitens die Durchführung von Informationskampagnen für die Bevölkerung und drittens flankierende Massnahmen (wie beispielsweise die Montage von Trixi-Spiegeln an 110 Lichtsignalanlagen, um den toten Winkel von Lastwagen zu entschärfen). Überzeugt haben die Jury insbesondere das systematische Vorgehen sowie das auf Kontinuität und Langfristigkeit angelegte Konzept. «20 Prozent weniger Verkehrsunfälle innerhalb von weniger als zehn Jahren – das ist ein Erfolg, der für sich selber spricht», betont Renate Amstutz, Direktorin des Schweizerischen Städteverbandes, in ihrer Laudatio. Zudem konnte die Zahl der Verletzten innerhalb von 20 Jahren halbiert werden – trotz Mehrverkehr.
 
Mit einem ähnlichen Verkehrssicherheitskonzept ist es Basel gelungen, die Unfallschwerpunkte (das
sind Strassenabschnitte, Kreuzungen usw. mit fünf und mehr Unfällen pro Jahr) auf ihrem Stadtgebiet von 47 im Jahr 2001 auf nur mehr 7 im Jahr 2010 zu reduzieren. Ausschlaggebend dafür war nicht zuletzt die Schaffung eines eigenständigen Dienstes für Verkehrssicherheit bei der Kantonspolizei Basel-Stadt: Nun können Erfahrungen aus der Praxis direkt in die Planung neuer Projekte einfliessen und so zu stetigen Verbesserungen führen. bfu-Direktorin Brigitte Buhmann stellt in ihrer Laudatio denn auch fest, beide Städte seien sich wohl bewusst, dass das Thema nie abgeschlossen ist: «Ich hoffe, dass sie den Preis als Ansporn verstehen, sich auch in Zukunft unvermindert für die Erhöhung der Sicherheit im Strassenverkehr einzusetzen und damit den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Denn auch hier gilt der Leitsatz: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!»

Die bfu verleiht 2011 zudem zwei Ortschaften eine Anerkennungsurkunde für ihre Bemühungen zur
Unfallverhütung: In Monthey VS gestaltet der lokale bfu-Sicherheitsdelegierte mit dem privaten «Radio Chablais» jährlich zehn halbstündige Sendungen zu aktuellen Unfallverhütungsthemen und in Stans NW sorgt ein breit abgestütztes Projekt dafür, dass alle – insbesondere aber die Kinder – sicherer unterwegs sind.

Der Förderpreis für Sicherheit und Unfallverhütung in Gemeinden wurde von der bfu 1998 anlässlich ihres 60Jahr-Jubiläums
geschaffen und ist – unter dem Patronat des Schweizerischen Gemeindeverbandes und des Schweizerischen Städteverbandes – mit 15 000 Franken dotiert. Er wird alle zwei Jahre an politische Gemeinden verliehen, die sich durch aussergewöhnliche Anstrengungen um die Verbesserung der Sicherheit in Strassenverkehr, Sport, Freizeit oder öffentlichen Bauten verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind Meggen LU, Lavertezzo TI, Genf, Bösingen FR, Lyss BE, Zollikon ZH, Schaan FL und Entlebuch LU.

Informationen: bfu-Medienstelle, Tel. +41 31 390 21 11, www.bfu.ch

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