Editorial des Präsidenten - 08 - TCS-Motorradgruppe

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Editorial des Präsidenten Markus Dürrenberger


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir sind mitten in der Saison und eines der Highlights ist gerade vergangen: Die Motorradwoche im Trentino. Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben. Dies trifft bei der Motorradreise 2014 im Besonderen auf euren Präsidenten zu. Ich will ja nicht "klugscheissern" – aber am Beginn der Abenteuer steht wieder mal die Marke BMW. An meiner BMW brach am Montagnachmittag mitten im Norditalienischen Strassendschungel der Kardan. Ketten mögen mühsam zu schmieren sein und bloss 40‘000 km halten, aber man bekommt sie auf jedem Italienischen Gemüsemarkt. Einen BMW-Kardan hingegen sicher nicht. So sass ich nun einsam auf der Strasse mit meinem Kumpel Felice, welcher der Italienischen Sprache mächtig ist (und seinem Mobiltelefon). Bis die Pannenhilfe kam, konnten wir uns gegenseitig unser ganzes Leben erzählen. Aber ich sag euch, auch das tut gut. So beim Eindunkeln war dann die Pannenhilfe da, aber für mich war kein Platz in dem Fahrzeug. So kam ich zum ersten Mal in meinem Leben auf den Rücksitz eines Motorrads. Ich weiss jetzt warum die Sozia manchmal auch erschöpft sind und mein Kumpel Felice weiss jetzt, dass seine Maschine auch eine kurzzeitige Überbelastung aushält. Die Rolle der TCS-Notfallzentrale in Genf möchte ich lieber nicht erwähnen. Ginge es nach diesen fleissigen Helfern, sässe ich heute noch mit Felice im Weiler Santa Cecilia bei Ala am Strassenrand. Was man wissen muss, bei einer Motorradpanne hat man keinen Anspruch auf ein Ersatzmotorrad, sondern «nur» auf ein Auto. In meinem Fall einen Fiat 500 und den gab‘s auch erst drei Tage später. Wie leite ich Motorradtouren der TCS-Motorradgruppe mit einem Fiat 500? Das war jedoch den fleissigen Helfern der TCS-Notfallzentrale egal. Für sie zählt nur, den monetären Schaden und ihren Organisationaufwand möglichst gering zu halten. Sie haben zwar bis heute keinen Cent bezahlt, denn das Taxi, die Automiete und das Hotel musste ich selbst mit meiner Kreditkarte bezahlen. Ob ich das Geld jemals zurück bekomme? Da ist ja zum Glück noch das Kleingedruckte in den Versicherungsbedingungen. Es klafft in diesem Fall eine riesige Lücke zwischen den Versprechen bis man eine Versicherung gekauft hat und den realen Leistungen.
Da kam die Solidarität unter uns zum Zuge. Der liebe Fritz hat dafür gesorgt, dass meine Ferien nicht total verdorben waren und hat jeden zweiten Tag auf seine schnelle Suzuki für mich verzichtet. Vielleicht gibt er mir bei der nächsten Wiederwahl ja auch noch seine Stimme? Oder ich kann ihn sogar als meinen Wahlkampfmanager engagieren?
Das Leben geht weiter und schon nach einer Woche ist alles fast vergessen. Auch die zerschnittene Hand von Max ist wieder verheilt. Mit Rücksicht auf seinen Hausfrieden erwähne ich jetzt nicht, dass seine liebe Frau massgeblich an seiner Verletzung beteiligt war. So durfte er wenigstes die ganze Woche liebevoll an sie denken. Immer wenn er bremsen wollte, wurde er mit einem stechenden Schmerz an sie erinnert. Max wurde daher umgetauft von «Maximus-Bremsus» zu «Maximus-nie-Bremsus».
Wir blicken auf ein immer noch reichhaltiges Restprogramm für 2014. Die Sommerferien-Tour, die August-Tour, die Grillplausch-Tour, die Herbst-Tour und die Abschluss-Tour sind noch vor uns. Am 20. Juli dürfen wir auch unsere Freunde von Youngtimer & Classics an ihrem offenen Oldtimertreffen auf dem Areal der Migros-Verteilzentrale beim Spengler in Münchenstein unterstützen.
Wir werden sicherlich noch viel Spass haben dieses Jahr. Die Monatshöck’s im Restaurant «Ruchfeld» sind auch immer wieder ein unterhaltsamer Austausch von Erlebnissen. Euer Präsident ist dort öfter als auch schon anzutreffen. Mit meinem Wahl-Werbebudget von Emil Salathé kann ich ja auch unsere Anlässe ein wenig versüssen. Unterstützt werden aber nur diejenigen, die aktiv an unseren Anlässen teilnehmen. In diesem Sinne: Tschau, alla prossima volta (Und vergiss nit, mis krass Telifon weiss wo dis Töff wohnt).

Last update: 08.10.2017
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