Editorial des Präsidenten - TCS-Motorradgruppe

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Editorial des Präsidenten Markus Dürrenberger

Liebe Kolleginnen und Kollegen


Die Blätter werden langsam farbig und das erinnert uns, dass die Motorrad-Saison dem Ende entgegen schreitet.
Rückblickend kann man sagen, dass wir ein Rekordjahr haben werden. Wir mussten bis jetzt wegen angedrohtem Dauerregen die Grilltour und die Herbsttour absagen. An diesen langweiligen Wochenenden hat der Vorstand schwer gearbeitet und wir wissen schon wann und wohin uns die Motorradwoche nächstes Jahr bringen wird. In dieser Ausgabe wird das Geheimnis gelüftet und ihr könnt schon mal eure Ferien eingeben.

Viele von uns haben in ihrem Briefkasten eine Broschüre gefunden, die uns erklären will, wie der Schänzlitunnel saniert werden soll. Ich habe mir viel Mühe gegeben, das Dokument zu verstehen, aber bei der Mühe ist es dann geblieben. Auch der lange Zeitraum der Arbeiten hat mich erstaunt. Ich frage mich, ob da nicht die ÖV-Lobby am Werk ist. Mühsame Erklärungen und ein blitzartiges Angebot auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen zu können, lassen mich aufhorchen. Jetzt rächt es sich, dass der Verkehr auf eine Strasse konzentriert wurde und die Querverbindungen zwischen Liestal und Dornach und weiter ins Leimental vernachlässigt wurden und nicht existieren. Noch schlimmer, man denkt nicht einmal darüber nach, so etwas zu erstellen, nicht einmal für öffentliche Verkehrsmittel. Euer Präsident aus dem Laufental hat es einfach. Ich fahre nach Laufen und über den Chall, dann über Neuwiller nach Allschwil. Super Strecke mit dem Motorrad, tolle Kurven, aber nicht verraten, sonst fahren alle da lang. Weil es keine ausgebaute Strassenführung gibt, müssen sich halt alle Dörfer über mein Ausweichverhalten ärgern.

In der Stadt Basel angekommen freue ich mich dann über die neueste Idee der Basler Regierung, um die Anzahl Pendler zu reduzieren. Sie verlängern die Rotphasen an den Signalanlagen unnötig, um die Pendler zu nerven. Wir Motorradfahrer haben es da einfach, die Basler zu nerven. Wir nehmen eine alte Harley ohne Abgasreinigung und geben im Stehen an der Signalanlage mit offenem Auspuffschieber immer wieder einen Gasstoss. Dazu hupen wir die Anzahl Sekunden lang, wie die Rotlichtphase unnötig verlängert wurde. Andere Pendler in Autos lassen sich bestimmt auch zu dieser Massnahme überreden. Liebe Basler Regierung, die Rotphasen-Verlängerung ist eine dumme Idee.

Ich frage mich, warum denken sich die Behörden immer Strafen für die Endbenutzer aus? Sind sie zu feige die Konstrukteure von Fahrzeugen zu beeinflussen? Schaffen sie es nicht, das U-Abo so sensationell günstig zu machen, dass kein Pendler wiederstehen kann? Jeder halbwegs intelligente Mensch weiss, die Ursachen müssen beseitigt werden, nicht die Symptome bekämpft werden.

Letzthin war ich so gemütlich unterwegs. Da überholt mich ein aggressiv aussehendes Auto so, dass ich vor Schreck fast vom Sattel gefallen bin. Es war deutlich zu hören, der hatte eine geile, lärmige Auspuffanlage (fast wie ein Harley) und ein Doppelkupplungs-Getriebe. Er hatte keine Pedale, sondern lediglich einen Schalter mit dem er zwischen Vollgas und Vollbremsung hin und her schalten konnte. Auf der Heckscheibe konnte ich einen Aufkleber erkennen mit einem deutlichen Handzeichen und dem Text darunter ‚Tuning ist kein Verbrechen’.

Ja dieser Industriezweig generiert viel Geld und Steuern. Uns Motorradfahrern hätte man längst die Maschine beschlagnahmt und den Führerausweis weggenommen, würden wir uns so durch die Gegend bewegen. Liebe Tuning Freunde, Basel ist eine empfehlenswerte Stadt. Es gibt da viele Bewunderer von solch teuer getunten Fahrzeugen. Fahrt doch mal hin. Am besten einmal pro Tag. Oder noch besser bei Nacht, da hat es wenig Verkehr und die röhrenden Beschleunigungsphasen mit Turboknall beim Schalten können länger genossen werden.

Sollten jetzt Mitglieder, die in Basel wohnen, sich etwas betroffen fühlen, kann ich euch nur empfehlen bei der nächsten Wahl vielleicht für etwas ausgewogenere Verhältnisse zu sorgen.

Ich freue mich, euch bei den Winteraktivitäten begrüssen zu dürfen. Vergesst nicht, der Höck findet von nun an im Restaurant Sternen in Duggingen statt. Mit der S3 vom Bahnhof SBB sind das 12 Minuten Fahrt und dann noch 3 Minuten zu Fuss.

Euer Präsident.
Markus

Last update: 08.10.2017
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