Einfahrkurs 2012 - TCS-Motorradgruppe

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Einfahrkurs der TCS-Motorradgruppe vom Samstag, 21. April 2012


Ein Bericht von Olivier Kuster


Montag 16.4.2012 anfangs Woche, was kommt alles auf mich zu? Ach, Samstag Einfahrkurs, super, die Kollegen wieder treffen und Vergessenes wieder auffrischen. Mittwoch: Wetterprognosen für das Wochenende, bescheiden: nass und keine 20°C. Freitag: wieso habe ich mich angemeldet, die Prognosen sind zwar etwas besser, aber die Regentendenz ist sehr gross, und mit 12°C auch kein T-Shirt Wetter.
Endlich ist Samstag sehr früh morgens, ab in die Töffklamotten und ein Blick rauswerfen. Super, auf  was habe ich mich heute wieder mal eingelassen? Die Strassen sind nass und die Wolken sehen auch eher schwarz aus. Aber kneifen gilt nicht, denn der Vorstand ist sicher schon Monate an den Vorbereitungen und das sollte man mit Präsenz anerkennen.
Ich treffe beim TCS Center in Füllinsdorf ein. Der Treffpunkt ist etwas weiter hinten, dafür stehen alle Motorräder in Reih und Glied, da hat wohl einer ein Machtwort gesprochen
:-). Sieht gut aus. Ich treffe sogleich alte Freunde und Kollegen, man tauscht sich aus und wartet bis es losgeht.
Dann kommt die „Erlösung“. Markus eröffnet den 1. Programmpunkt, man darf das Kursgeld bezahlen und sich in die Gruppen einteilen lassen. Interessant ist, dass man nie aus dem Kinderalter rauskommt, denn hie und da wird noch versucht, die vorgegebe Gruppeneinteilung zu tauschen, weil „sein“ Gspänli nicht dabei ist. Und was auch nicht fehlen darf sind die sehr‚
pünktlich’ eintreffenden Teilnehmer, und ihr individuelles parken ihrer Maschine. Aber wir wollten das ja heute lernen und ich bin gespannt, ob es bis zum Abend klappt.
Nach dem Bezahlen ergreift nun Markus ganz offiziell das Wort und erklärt den Tagesablauf und die einzelnen Postenchefs erklären ihre Posten. Ich denke, es wird interessant und für uns, die Gruppe A beginnt der Arbeitstag mit Felice als Chef (nicht ganz freiwillig). Der erste Posten ist das „Einturnen“ mit Jörg und allen Teilnehmern gleichzeitig. Slalomfahren mit Gegenverkehr ohne grosse Erklärung war interessant und sicher auch für den einen oder anderen etwas überraschend. Aber am Schluss sah das Reisverschlussfahren ganz gut aus. Rückwärts als Sozius auf dem Töff ist nur was für einen guten Magen und sehr ungewohntes Fahrgefühl. Dann ging es weiter mit Reaktionsfahren: schaue was macht dein Nebenmann und versuche mit ihm mitzuhalten ob langsam, schnell oder Stop. Zum Glück haben fast alle Maschinen ABS.
Weiter ging es dann zum ersten  Gruppenposten bei Ursi „Unfall und was nun?“. Vieles war eigentlich logisch und man hätte es wissen sollen. Zum Beispiel, dass die meisten Motorräder unterdessen eine Warnblinkanlage haben und zur Sicherung der Unfallstelle eingesetzt werden können (ist mir persönlich noch nicht ganz präsent). Man braucht dieses Wissen ja sehr selten. Eigenschutz ist wichtig und neu zuerst mitteilen „wo man ist“, da die Akkus der Natels auch mal ausgehen können. Ein kurzer Erfahrungsaustausch und schon war auch dieser Posten um.
Die Znünipause, lecker wie immer, und alle haben super parkiert. Man ist lernfähig.
Weiter ging es zu Max, mit dem wir das Baselbiet und seine blühenden Kirschbäumen bewundern konnten. Nebenbei versuchten wir noch Gruppenfahren zu üben und wie man in der Gruppe sinnvoll parkiert. Für alte Hasen sicher keine Herausforderung, aber gespickt mit neueren Mitgliedern muss man trotzdem aufpassen.
Wir kehrten zurück zum TCS Center. Dann ging es mit allen Teilnehmern auf einem kleinen Umweg zum Bienenberg wo es Mittagessen gab. Wie vom letzten Jahr schon gewohnt, hat es mir gut geschmeckt. Da kann man nächstes Jahr ruhig wieder hingehen.
Der 3. Posten bei Catherine war eine kleine Zeitreise, und sehr eindrücklich. Ohne Tuning des Mofas hat man heute keine Chance mehr mitzukommen. Wir durften mit Mofas und Elektrovelos einen Parcours abfahren, alles mit voller Ausrüstung. So persönlich geschützt wurden diese Mofas wohl noch nie ausgefahren
:-).
Felice verschob uns dann zum letzten Posten bei Jörg unterhalb des Gempen. Fahren mit Sozius. Mal normal, mal leicht rum hampeln und zuletzt bewusst gegen die Kurve lehnen. Unser Fazit: je grösser die Maschine, desto weniger spürt man etwas. Wenn eine Bewegung überraschend und ruckartig kommt, vergeht einem der Spass und es braucht dann wirklich Können. Als Fahrer, der schon etliche Jahre unterwegs ist, sträubt man sich fast dagegen diese Übungen zu machen. Leider hatte unsere Gruppe nicht so viel Glück bei dieser Übung. Franz mit Sozius Erich stürzte und Erich musste ins Spital gebracht werden. Die verunfallte Maschine von Franz wurde „etwas“ angekratzt. Erich, ich hoffe, es geht dir besser und du kannst deine geplanten Ferien im Juni geniessen. Ich durfte dort auch wieder mal eine BMW fahren …………,  6 Zylinder machen Riesenspass
:-). Danke Felice.
Und schon war der Tag wieder vorbei. Zurück im TCS-Center wurde schön eingeparkt und ein gesponserter Apéro genossen. Die Urkunde und eine Beatmungsmaske für den Eigenschutz  bei einem Unfall (vielen Dank) rundeten den Tag ab.
Danke dem Vorstand für eure super Vorbereitung, den abwechslungsreichen und lehrreichen Tag. Ich hoffe wir dürfen auch nächstes Jahr wieder auf euch zählen.
Und das Wetter? - es hat gehalten. Viel Wind, Wolken, zwei Tropfen Regen, aber der Wetterzuständige muss auch ein Motorradfahrer sein.
Gruss
Olivier

Fotos von Andi Fischer
Last update: 08.10.2017
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