Herbsttour 2015 - TCS-Motorradgruppe

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Herbsttour 2015 vom Freitag, 4., bis Sonntag, 6. September 2015


Wochenende am Comersee Bericht von Felix Küry

 
Am Freitag, dem 4.September, fuhren wir bei schönem warmen Wetter von Basel nach Chiavenna. Die Route führte über Oberalp – Lukmanier – San. Bernadino – Splügen nach Chiavenna (Lombardei). Es war eine richtige Zickzackfahrt durch die Schweiz. Nach vielen Kurven, fantastischen Eindrücken und diversen Pausen sind wir müde aber glücklich im Hotel angekommen. Dort gab es ein typisch italienisches Abendessen.
Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem grossen Frühstück. Wir wollten den Comersee umrunden. Damit das Ganze nicht zu einfach wurde, befuhren wir noch diverse kleine Pässe mit sehr schmalen Strassen und fuhren nicht immer auf der Seestrasse. Nach einem guten Glace in einer speziellen Gelateria wurden wir noch von einem Hagelschauer überrascht, doch dies trübte unsere Laune nicht. In einem Grotto liessen wir am Abend den Tag Revue passieren.
Der Heimweg führte von Chiavenna – Silvaplana – Bivio – bis zur Solisschlucht wo wir unseren Z’Nünihalt machten. Später fuhren wir auf wenig befahrenen und schmalen Strassen weiter. In Trimmis gab es Z’Mittag, es war eine Augenweide wie die Gerichte serviert wurden, so hätten wir es uns in einem Sportcenter nicht vorgestellt. Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns voneinander und jeder fuhr selbständig nach Hause.
Ich glaube es hatten alle ihren Spass.

Felix

Fotos von Andi Fischer

Jubiläums Herbsttour 2015

Freitag um 8 Uhr trafen sich 10 Maschinen mit Fahrern und Sozia auf dem Parkplatz der Raststätte Pratteln. Die gute Laune wurde auch durch das Wetter gestützt: nicht zu heiss, nicht zu kalt und nicht nass. Die nächsten drei Tage versprachen viel Spass.
Das erste Tagesziel war die Hinfahrt nach Chiavenna und wie immer ist der Weg das Ziel. Erst die Arbeit und dann das Vergnügen: Um voran zu kommen fuhren wir Autobahn bis nach dem Seelisbergtunnel, unterbrochen nur durch einen Halt auf der Raststätte Neuenkirch. Dann endlich die Kurven rauf nach Andermatt und auch schon die ersten Baustellen. Dann weiter über Sedrun den Lukmanier hinauf. Dort genossen wir das Mittagessen. Nach dem Essen gab es freie Fahrt bis Biasca. Ist logisch, dass zwei superschnelle Biasca verpassten und dank Navi erst wieder abends im Hotel gesichtet wurden. Die Rumpfgruppe bewegte sich nach einer kurzen Suchaktion auf der Autobahn bis kurz vor den San Bernardino. Da ging es oben drüber. Ein fahrerischer Leckerbissen. Die Gänge rauf und runter bis die letzten Zahnräder im Getriebe wieder einmal angeschliffen wurden. Dann trennte uns eigentlich nur noch der Splügenpass von unserem Zielort Chiavenna. Auch diesen fuhren wir hart am Gasgriff und so trafen wir rechtzeitig in Chiavenna ein. Kurz duschen und ab zum Aperitiv. Dieser konnte bei Sonnenschein vor dem Haus eingenommen werden. Dabei redete man das übliche Motorradfahrer-Latein, dein Navi..., aber mein Navi... Hast du den Stier neben der Strasse in Uri gesehen? Sooo ein Augenabstand, wahnsinnig. Ich musste mit zehntausend Touren den Lastwagen überholen, der mich am Pass ausbremsen wollte.
Das Nachtessen brachte dann auch wieder ein Lächeln auf Olivers Gesicht. Und so legten sich alsdann die Heldinnen und Helden zur Ruhe.
Der nächste Morgen begann wie immer mit dem Frühstück. Letzte Weisungen von Andi und schon waren wir auf dem Weg um den Comersee (genannt Lario). Das Wetter war vielversprechend, aber nicht wolkenlos. Andi hat im Internet ein Café auf einem Berg gefunden und das Navi hatte dieses wohl auch auf seiner Karte. Wer bis dahin noch Zweifel hatte, ob er seine Maschine beherrscht, bekam oben auf dem Berg beim gemütlichen Kaffee die Gewissheit, die Prüfung nun bestanden zu haben. Zeitweise dachte ich auf der Fahrt nach oben, nun hört die Strasse auf und der wütende Hund des dort wohnhaften Bergbauern wird mich zum Znüni verspeisen. Aber da ich als Letzter den Leiter Andi nie zu Gesicht bekam, musste die Strasse wohl weitergehen.
Wer hoch steigt, kommt auch wieder runter. Wir sind durch die Ziegen-Herden des Alpabzugs gefahren. Kurz zuvor dachten wir noch, die Leute am Strassenrand hätten vielleicht noch nie ein Motorrad gesehen und würden deshalb winken.
Die Strasse entlang des See’s nach Lecco bis Bellagio war ein reines Vergnügen. Bei Sonnenschein flanierten wir durch Bellagio und assen zu Mittag im Strassenrestaurant am Hafen. Mit Vergnügen beobachteten wir das touristisch-urbane Treiben und hatten so manchen spitzen Kommentar zu den spärlich bekleideten Schönheiten aus aller Welt.
Gut gelaunt setzten wir unsere Fahrt entlang dem See fort. So hätte es eigentlich immer weitergehen können. Traf mich da nicht ein gigantisch grosser Tropfen? Wo kommt denn der her? Mein Blick nach oben verriet mir sofort, da kam eine dunkelschwarze Wolke über den Berg. Just in dem Moment fuhr ich in einen Tunnel ein. Am Ende des Tunnels staunte ich nicht schlecht denn es hagelte haselnussgrosse Eisbrocken. Ich hielt mit Felix noch im Tunnel an. Ich war ein wenig besorgt, wo wohl die andern sind. Weiterfahren war jedoch nicht möglich. Auch der Rest des Verkehrs blieb im Tunnel. Nach etwa 30 Minuten war der Spuk vorbei und die Sonne begann freundlich zu scheinen. Es gab 10 cm Eis auf der Strasse, aber die Autos schnitten mit ihren Rädern zwei Schneisen hinein und so beschlossen wir, weiter zu fahren. Bald schon trafen wir die Andern, die dieses Unwetter im Freien mitmachen mussten. Bis nach Como war Eis und viel heruntergeschlagenes Laub auf der Strasse. Die Abläufe waren verstopft und mein Motorrad verursachte Bugwellen vergleichbar denen von den wunderschönen Mahagoni-Motorboten auf dem See. Entspannung brachte dann ein Eis am See in Tremezzina bei wunderbarem Sonnenschein. Der Weg zurück nach Chiavenna war dann eher unspektakulär. Weil viele ihre Regenkleider angesichts der dunklen Wolken angezogen hatten kam kein Regen und wir gelangten trocken ins Hotel.
Das Nachtessen nahmen wir in einem Crotto in der Nähe des Bahnhofs ein. Es war ein einziges Schlemmen. Zurück spazierten wir durch die wunderschöne Altstadt von Chiavenna. Diese ist wirklich einen Besuch wert.
Und wie beim ewig grüssenden Murmeltier Phil begann der nächste Tag mit dem Frühstück. Stress, Stress, ab auf die Maschinen. So halb auf dem Maloya-Pass mussten wir eine Schicht mehr anziehen, denn die Temperatur sank merklich. Im Engadin angekommen fuhren wir dem Silvaplanersee entlang und bogen dann links ab zum Julier. Der Albula lag nicht drin, weil unsere nicht motorisierten Zweiradkollegen ihn für einen Anlass sperren liessen. Möchte mal sehen was passiert, wenn ich einen solchen Antrag für ein Motorradrennen einbringen würde. Der Julier ist auch schön und so erreichten wir Tiefencastel und fuhren dann noch weiter Richtung Thusis zum Viadukt von Solis. Ist schon beeindruckend da ins Tobel zu schauen. Nach einer Kaffeepause fuhren wir weiter über Lenz, Brinzauls und durch das Landwassertal nach Davos. Dann das Prättigau hinunter und mit leichter Verspätung erreichten wir das reservierte Restaurant in Trimmis. Das war auch höchste Zeit sonst hätte der hungrige Olivier noch irgend jemandem den Kopf abgebissen. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns und fuhren in Kleingruppen nach Hause.
Diese Herbstausfahrt war wieder einmal eine super Idee und hat riesig Spass gemacht. Andi, vielen Dank für deine grosse Arbeit diese gelungene Tour zu organisieren.

Euer Preesi Markus

Last update: 08.10.2017
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