Herbsttour 2018 - TCS-Motorradgruppe

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Herbsttour vom 8. + 9. September 2018 nach Ste Claude
Nun sitze ich hier auf unserer Terrasse und suche nach den passenden Superlativen, um dieses Wochenende in Worte zu fassen und aufs Papier zu bringen. Auf der Rückfahrt nach Kleinlützel am Sonntag-Nachmittag wusste ich fast genau, was ich schreiben wollte….doch jetzt….
Kurz gesagt: ES WAR EINFACH WUNDERBAR!!
Für mich persönlich war es DIE perfekte Tour, DIE richtigen Leute, DAS Traumwetter, DIE tollen Landschaften und DIE tollen Essen. Rundum: DAS perfekte Wochenende.
Aber der Reihe nach. Der Start war am Samstag-Morgen bei der Landi in Aesch. Vollgetankt starteten wir mit knapp 15 Minuten Verspätung ins Abenteuer Herbsttour. Es ging Richtung Grellingen, Laufen, Delemont nach Saint-Hippolyte. Oben auf Les Rangiers schon für mich das erste Highlight. Links unten ein Nebelmeer der besonderen Güte. WOW, sah das toll aus von oben.
Und ein paar Kurven später fuhren wir schon unter dem Nebelmeer hindurch und das Bild war irgendwie mystisch und sonderbar zugleich. Viele dachten sich schon, hoffentlich nicht die ganze Fahrt so. Am Fluss Doubs entlang gelangten wir dann bald zum Rest Les Terrasses in Saint Hippolyte, welches überfallmässig von uns in Beschlag genommen wurde. Jeder bestellte was Warmes und die 6 Croissants waren im Nu weg. Zum Glück war die Bäckerei gleich vis-à-vis und wir besorgten uns den Nachschub gleich selbst. Diese Runde wurde vom Club spendiert. Herzlichen Dank dafür.
Gestärkt brachen wir zur Weiterfahrt auf. Mmmhhhh, zwischenzeitlich wurden draussen 2 Tische aufgestellt und einheimischer Käse und Honig verkauft. Zwei von uns konnten dem Anblick nicht widerstehen und kauften Honig ein. Verstaut im Koffer, kam auch schon wieder die Sonne raus und verdrängte den Morgennebel, sodass wir weiter über Russey, Pontalier nach Mont Larmont gelangten. Waren wir froh über die Sonne. Vorbei an viele schöne Orte und Landschaften mit typischen Häuser aus Stein oder Holz, wie in den alten französischen Filmen. Herrlich. Teilweise auch wunderschöne Villen mit viel Land rundum, Einfahrten für die Autos wie die Reichen und Schönen in Dallas und Denver Clan. Einfach nur schön.
Es ging schon langsam in Richtung Mittagessen zu und ein kleines Hungergefühl machte sich bemerkbar. Im Restaurant Les Papillons auf Mont Larmont oben genossen wir auf der Terrasse, fast alle unter dem Sonnenschirm, zum einen eine unglaublich schöne Aussicht über die ganze Gegend und zum anderen ein leckeres Mittagessen. Auf jeden Fall ein Sonntagsausflug wert, aber nur bei schönem Wetter. Dass hier ein Restaurant zugleich auch ein Hotel ist, wäre perfekt zum Übernachten, sollte man etwas zu viel getrunken haben. Einige wollten noch gerne gemütlich nach dem feinen Mittagessen einen Espresso trinken, als plötzlich die Meisten aufbrachen um zu zahlen und sich für die Weiterfahrt bereitzumachen. Da der Service nicht ganz so professionell war, musste das einfach bezahlt werden, was noch übrig war, auch wenn das nicht konsumiert wurde. Na ja, Pech gehabt. Die Aussicht und das tolle Lokal liessen den Ärger schnell vergessen. Gibt’s halt den Kaffee woanders.
Weiter vorbei an wunderschönen Orten ging’s nach Bonlieu im Restaurant Au Chalet, wo’s Kaffee und Eis am Stiel gab. Der Kellner, oder vielleicht war’s der Chef selbst, war etwas überfordert, sodass ich im spontan mit dem Bedienen half. Das wurde an meinem Tisch auf jeden Fall geschätzt, da alle ziemlich durstig waren. War es am Morgen noch sehr frisch und man benötigte ein Pullover oder anderes unter der Jacke, durfte man sich jetzt am Nachmittag dies entledigen, da es schön warm wurde unter der Töffmontur.
Nun ging‘s rasch nach Ste Claude und wir freuten uns auf eine Dusche und ein kühles Blondes in der Kehle. Zuerst noch schnell tanken, dann zum Hotel, Töff in der Garage verstauen, Zimmer beziehen und um ca. 18:20 waren schon einige auf der Terrasse vom Hotel vor einem Bierchen oder Sonstige Kühles um den Tag sacken zu lassen. Von der Terrasse aus hatte man einen schönen Blick auf Ste Claude. Aus dem Gespräch heraus nahm es mich persönlich wunder, wie viele Sehenswürdigkeiten eigentlich Ste Claude hatte. Da Google alles weiss, schaute ich da mal rein. Die Wichtigste auf jeden Fall ist, dass es die Stadt der Tabakpfeife ist und es dort sogar ein Museum über die Tabakpfeife gibt.
Insgesamt sind es 10 Sehenswürdigkeiten, darunter 3 Museen, 2 grosse Kirchen sowie Grotten, Parks und anderes. Ein kleines Nest mit grosser Bedeutung.
Das Nachtessen war fein, aber nicht all zu viel. Es wurde Nachschlag gewünscht, doch es kamen nur 3 Schalen sehr heisse feine Pommes Frites. Man gib sich dann zufrieden mit dem Gebotenem. Auf die Frage nach einem örtlichen Digestif wurde uns Chartreuse empfohlen. Das ist ein Kräuterlikör mit grüner Farbe. Nach dem Motto, Google weiss alles, erfuhren wir, dass Alchemisten dieses Likör erfunden und die Mönche im Ort es perfektioniert haben. Lecker war es auf jeden Fall. Prost auf diesen wundervollen ersten Tag. Der Espresso durfte dabei nicht fehlen. Um ca. 23 Uhr glaub war dann Kopf ins Kissen drücken angesagt. Waren wir doch alle ziemlich erschöpft von den vielen Eindrücken. Wann treffen wir uns zum Frühstück? 8 Uhr?
Ich stellte den Wecker um 07 Uhr und war um 07:30 schon unten. Der Chef war dann auch schon fertig mit den Zimmerrechnungen, sodass wir alle dies noch vor dem Frühstück erledigen konnten. Das Angebot war reichlich um sich für den Tag zu stärken und pünktlich um 09 Uhr nahmen wir den Sonntag unter die Räder.
Gleich nach dem Ort Ste Claude ging’s auf ein Plateau hoch und dafür durften wir absolut wunderschöne Kurven erleben. Jaaaa, Töffherz, was willst Du mehr. Oben angekommen, erlebten wir das Erwachen des neuen Tages mit viel Grünflächen, dichter Morgennebel oder schon Morgentau, welches von der Sonne geküsst wurde und unzählig grosse Kuhherden in allen Farben und Muster und Grössen. Nur an zwei Orten sahen wir Pferde und einmal 3 und einmal 2 Esel. Was noch sehr oft über unsere Köpfe hinwegflog, waren Milans oder Adler. Bin kein Experte darin, doch es waren einfach wunderschöne grosse Vögel, welche sich von der Thermik treiben liessen und seine Kreise zogen.
Heute waren es glaub noch die schöneren Orte und noch die schöneren Häuser zu bewundern als am Vortag und ich genoss die Fahrt in vollen Zügen und konnte mein persönlicher Akku voll auftanken. Die Ortschaft Morel ist erwähnenswert, da dort Brillenfassungen hergestellt werden. Beim Ortsausgang stand eine solche Brillenfassung aus Blumen oder Sträucher. In Zick Zack Fahrt waren wir einmal in Frankreich und dann wieder in der Schweiz zurück nach Frankreich und so weiter.
Den Kaffeehalt gab es dann in der Schweiz im Restaurant de la Truite in Le Pont am See Vallee de Joux. Auch dies wurde vom Club übernommen. Herzlichen Dank auch dafür. Noch ein Gruppenfoto vor dem Start. Den Tankstop machten wir kurz vor dem Mittagessen, welches für mich wieder ein Highlight dieser Fahrt war. Im Restaurant Maison Monsieur, wunderschon direkt an einem See gelegen, genossen wir die Ruhe und Stille des Ortes und die beruhigende Kraft des Wassers. Was für ein magischer Ort hier, welches ich auch mit der Yvonne mal besuchen werde. Wir haben sehr sehr sehr fein gegessen und hier gab‘s dann den Espresso ohne Stress und Hektik. Alle haben bezahlt, und weiter geht’s so langsam heimwärts.
Ach ja, bevor ich es noch fast vergesse. Andi hat gern Offroad Strecken und ich hasse sie auf Teufelkommraus. Bin ich doch sehr froh, dass er nicht noch spontan eine Offroad Strecke gefunden hat, welcher er noch in die Fahrt hätte einbauen können, da ich sonst noch viel mehr ins Schwitzen gekommen wäre als ich sonst schon gekommen bin.
In Kleinlützel war der letzte Kaffeehalt und die grosse Verabschiedung, bevor alle den Heimweg in Griff nahmen. Die 2 Tage vergingen wie im Fluge und ich zerre eine Woche später noch von dem wunderbaren Wochenende. Es war göttlich, magisch und für mich einfach fantastisch schön. Kann mich wirklich echt nicht mehr daran erinnern, sowas schönes je erlebt zu haben.
Andi, vielen herzlichen Dank für ALLES. Es war ganz grosses Kino.
In diesem Sinne, allen eine gute Zeit und bis zur nächsten gemeinsamen Ausfahrt oder sonstigem Treffen.
Hebet Sorg !
Euer Roberto
Last update:01.10.2018
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