Juni-Tour 2010 - TCS-Motorradgruppe

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Juni-Tour vom 13.6.2010


"Le Doubs", wir erkunden das Flüsschen Doubs.

Tourenbeschreibung

Die Tour ist ca. 300 km lang und hat Autobahn (kurz), Strassen 1.- 2.- und 3. Klasse (keine Naturstrassen).
Besonderheit: Wir fahren mit dem Schiff von Les Brenets zum Restaurant Saut-du-Doubs und besichtigen die Wasserfälle des Doubs
Obwohl durch Frankreich gefahren wird, sind Euro's nicht unbedingt notwendig; Ausweispapiere sind immer dabei.

Teil 1:

Fahrzeit ca. 90 min.
Abfahrt Liebrüti 08.00 Uhr - Laufen - Kleinlützel - Lucelle - auf dem Berg links Richtung Pruntrut - in Charmoille links Richtung Cornol - in Cornol links Richtung Delemont - auf der Strecke rechts Richtung Saint Ursanne

09.30 -10.30 Kaffeepause in Saint Ursanne. Ev. reserviert im Hotel ‚Demi Lune', sonst frei (nach Ansage)

Teil 2:

Fahrzeit ca. 90 min.
Abfahrt 10.30 Uhr in Saint Ursanne Richtung St. Hippolyte - St. Hippolyte links - stur geradeaus auf D 437 über Maiche, Les Fins nach Morteau - in Morteau links Richtung Le Locle D 461 - am Beginn des Aufstiegs Ausfahrt Saut-du-Doubs nach Les Brenets

12.15 Uhr fährt das Schiff ab zum Restaurant Saut-du-Doubs. Es wartet nicht auf uns.
Kosten Schiff: CHF 13.- hin und zurück.

Individueller Besuch der Wasserfälle nach dem Essen.
Das Schiff fährt zurück nach Les Brenets um 14.50 Uhr.

Teil 3:

Reine Fahrzeit ca. 80 min.
Abfahrt (Tamoil) betankt um 15.15 beim Parkplatz in Les Brennets - Le Locle - La Chaux-de-Fonds - Saignelégier - Glovelier; Halt in der Bar ‚Colibri' für Kaffeepause (beim Kreisel) - Weiterfahrt nach Delemont - Laufen; Parkplatz Stadt; Verabschiedung

Garmin-GPS-Daten


Tourenleitung:
Markus Dürrenberger

Fotos von Markus Dürrenberger als Appetitmacher zur Junitour
Bericht von Christoph Dürrenberger


Wenn der Bio-Presi Markus Dürrenberger zur hydrologischen Exkursion bittet muss es nicht unbedingt regnen. Und für einmal mehr hatten - gemäss altem Sprichwort - diejenigen Unrecht, welche nicht dabei waren. So verlief die Juni-Tour bis auf die Strecke Kaiseraugst - Grellingertunnel grösstenteils ohne Wasser von oben. Aber fangen wir doch vorne an.

Ein kleiner Haufen Unentwegter, 7 Personen mit 6 Motorrädern trafen sich am üblichen Ausgangspunkt in Kaiseraugst zur Juni-Tour. Dass 2 weitere Personen vergassen, sich abzumelden, versahen wir mit den passenden Kommentaren.

Zuerst galt es, einige Regentropfen durchzustehen und Richtung Laufen Land zu gewinnen. Nach dem Grellingertunnel wurde es nicht nur trocken, sondern die Sonne begann zunehmend durchzudrücken. In Laufen trafen wir uns mit dem "Kurt vo Brätzbel" mit seiner HD. Er sollte an diesem Tag unser Gast sein (emoll cho ine luege ….). Gerne würden wir ihn auch in Zukunft unter uns begrüssen !

Herrliches Töffwetter und beinahe ausgestorbene Strassen begleiteten uns durch das romantische Lützeltal und über Charmoille in den Pruntruterzipfel, dann über den Col des Rangier nach St. Ursanne. In einem sonnigen Strassenkaffee an der Hauptstrasse genossen wir Morgenkaffee und Gipfeli mit erstaunlichem UVI-Faktor.

Weiter ging's unserem Tagesthema, dem Doubs entlang nach St. Hippolyte. Immer wieder ein Genuss, dieser Fluss …. Via den französischen Jura gelangten wir nach Morteau und an unser eigentliches Ziel, den Lac des Brennets auf der Schweizer Seite. Auf dem riesigen Parkplatz konnten wir unsere Zweiräder an Zürcher-Position (= von wo aus man am wenigsten weit gehen muss) in Reih und Glied zwischenlagern und die 200 Meter bis zum Schiff unter den Töffstiefeln durchziehen lassen.

Unterdessen zeigten sich die ersten dunkleren Wolken am Himmel und pünktlich mit der Abfahrt des Bootes liess Petrus eine erste Probesalve los. Im Restaurant Saut-du-Doubs, am Ende des Sees, genossen wir das Mittagessen à la carte. Währenddessen wechselten sich draussen Sonnenschein mit Regenschauer ab. Der Stimmung bei den freundlichen Wirtsleuten tat dies keinen Abbruch.

Nach dem Essen machten wir uns auf, den 10 Fussminuten entfernten Doubs-Wasserfall zu besuchen. Eine Leistung, welche uns wiederum mit Sonnenschein und Schweissperlen gelohnt wurde. Auf der Rückfahrt mit dem Schiff erfuhren wir via Lautsprecher, welche heroischen Supermänner von welchen Felsvorsprüngen oder Helikoptern aus und aus welcher Höhe (bis zu 42 Meter) in den See gejuckt sind und dass im Winter Tausende den zugefrorenen Lac des Brennets als grösste Eisbahn Europas zu nutzen pflegen. O.k., nice to know. Viel mehr ins Staunen brachte mich persönlich die wilde Uferlandschaft mit Wald und Kalksteinfelsen, welche das Wasser im Laufe der Jahrtausende in bizarrer Weise modelliert hat. Und natürlich das ewig Meditative einer Schiffsfahrt.

Der bei der Abfahrt eingeplante Tankstopp an den Säulen eines nordafrikanischen Despoten artete in eine landestypische (für das Land des Besitzers der Tanstellenkette) Geduldprobe aus. Der einzige Angestellte führte einen heldenhaften Dschihad gegen die Tücken der modernen Kassentechnik, sein dauernd schellendes Handy und die wachsende Anzahl der Kunden im Shop.

Aber vielleicht gerade deshalb gestaltete sich unsere Weiterfahrt von oben her eher trocken, von unten her eher nässlich. Der Regen schien überall gerade aufgehört zu haben. In den Freibergen wollte uns zwar der (Wolken-) Himmel auf den Kopf fallen, richtig in einen Regenguss gereichte es uns nie. Unter dem Strich war es ein ganz besonderes Erlebnis, die Freiberge einmal von ihrer wilderen Seite kennenzulernen.

Erwähnenswert in den Annalen der Rückfahrt ist vielleicht noch die kleine Stadtrundfahrt in La Chaux-de-Fonds, wo unser Presi - noch immer navilos - eine kleine Meinungsverschiedenheit mit einer Umleitung austrug sowie die Tatsache, dass die für den Zvierihalt vorgesehene Beiz nicht extra wegen der Motorradgruppe geöffnet hatte.

Ausserplanmässig beendeten wir die Tour anstatt in Laufen, wo ein Jodlerfest abgehalten wurde, in Soyhières im Hotel "Le Cavalier", nicht ohne die Glacékarte des pickenden Seevogels (Mövenpick) im Querschnitt getestet zu haben.

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank unserem Presi für die Organisation der Tour und das gute tour guiding (hätte beinahe geschrieben "für die gute Führung" *grins*) und nicht zuletzt dem Club für die Übernahme der Kosten für das Schiffsticket.

Fotos von Christoph Dürrenberger
Last update: 08.10.2017
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