Sardinien 2008 - TCS-Motorradgruppe

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Bericht(e) von der Sardinienwoche 2008


Motorradferienwoche vom 16. Mai bis 25. Mai 2008 auf Sardinien

Ich hatte die Idee, dass einige Teilnemer/innen über einen für sie speziellen Tag einen persönlichen Bericht schreiben können und so ein Wochenbericht entstehen würde. Leider gab es für den Bericht wenig Begeisterung, er kam aber schlussendlich doch zustande.
Felix Küry

Freitag  Anfahrt: Pratteln - Genua

"Jeder Motorradfahrer sollte in seinem Leben eine bestimmte Anzahl von Kilometern im Regen fahren. Wir haben das in mehreren Gruppen von Mailand bis kurz vor Genua gemacht. Auch Nebelfahrten ab Genua haben wir abgehakt. Den Hafen haben wir gut gefunden. So langsam haben ja auch ein paar von uns Erfahrung darin :-)."
Ursula Meier

Samstag

Gespannt erblicken wir frühmorgens vom feuchten Hauptdeck aus die ersten Umrisse des kleinen Hafens Porto Torres. Nach sanftem Andocken werden unsere 21 Motorräder von fahrhungrigen Piloten/innen vorsichtig aus dem 4-ten Deck auf festen Boden gesteuert. Oh Weh - schon wieder Regenkombis anziehen! Bereits nach wenigen Km gilt es die erste Schafherde zu umfahren und zu überholen. Eine Sehenswürdigkeit auf der Nebenstrasse hätten wir beinahe verfehlt. Dank einer Wendeschlaufe von Felix gab's doch noch ein Bild vom Elefant aus Stein. Zügig queren wir die Insel in Richtung Süd-Ost und geniessen noch vor unserem Ziel St. Maria Navarrese die berühmt-berüchtigte Kurvenidylle zwischen Dorgali und Baunei.

Susi + Ernst Hangartner

Sonntag
Bei schönem Wetter starten wir die 1. Tour (Mandas - Escalaplano) nach Südwesten. Voller Überzeugung, dass mit Navigations-Gerät und viel Selbstvertrauen nichts schief gehen kann, übernehme ich die Leitung der 2. Gruppe. Schon bei der ersten wichtigen Abzweigung herrschte Ratlosigkeit. Auf dem "Navi" sind beide Strassen markiert. Erst ein Blick auf die Tourenübersicht löst das Rätsel. Der Weg führt nach rechts Richtung Gairo, die andere Strasse ist der Rückweg. Nur wenige Kilometer später in Gairo wieder Ratlosigkeit. Die Hauptstrasse führt geradeaus durch das Dorf. Die nette Stimme aus dem "Navi" aber führt uns ständig nach links in Nebenstrassen. Das Gewirr der kleinen Dorfstrasse sieht auf dem "Navi" aus wie ein Güterbahnhof. Nach etlichen Umwegen verweigern wir der elektronischen Hilfe den Gehorsam und fahren auf der Hauptstrasse durch das Dorf. Ein letztes Wenden auf der SS198 und wir sind wieder auf der richtigen Strecke. Am Lago del Flumendosa treffen wir uns alle zu einem gemütlichen Picknick am Seeufer, hervorragend organisiert von Ruedi. Der Rest der Tour verläuft mehr oder weniger stressfrei. Die nächste Tour wird ganz bestimmt wieder mit Karte und kleinem Roadbook vorbereitet.

Silvia + Bruno Schefer

Montag
Die für heute geplante grosse Tour musste wegen Regens abgesagt werden. Dessen
ungeachtet hatte ausser René und mir niemand Lust auszuschlafen. Um 8.30 Uhr befand sich nämlich schon niemand mehr im Frühstücksraum.
In aller Eile fand ich noch Anschluss an eine Gruppe mit der wir uns daran machten, die
Einkaufsläden des Dorfes zu erkunden. Unser Spaziergang führte uns zum Schluss in den
Hafen zu den mächtig motorisierten Schlauchbooten. Vor dem Hafencafé genossen wir unsere Cappuccinos (Fredy seine Bierchen). Ständig beobachteten wir die Wetterent-wicklung in der Hoffnung es wäre noch eine kleine Tour möglich. Plötzlich erreichte uns aber die frohe Kunde, dass Ruedi in einem Restaurant fürs Mittagessen reserviert hat. Also ging's vom Hafen schleunigst zurück ins Hotel (trockene Socken anziehen) und von dort direkt in die Pizzeria. Das gemütliche Zusammensein mit etlichen Gläsern Wein liess dann den Gedanken ans Motorradfahren für einmal entschwinden.
Nach einem Abstecher in die Boutique gegenüber des Hotels, gefolgt von einer kurzen Siesta, war schon wieder das Bierchen an der Bar angesagt und danach ab zum Nachtessen (leider hatte ich wieder vergessen aufzuschreiben was ich tags zuvor bestellt hatte). Den Ausklang des Tages machte natürlich der obligate Schlummertrunk in Hopfenform.

Bruno Eltschinger.

Dienstag
Nach dem verregneten Montag geht es am Dienstag auf die Tour Nr. 7 Villasimius Richtung Süden. Trotz verhangenem Himmel und leichtem Regen zuckte es im Handgelenk; der Drang zum Biken ist grösser als das Warten auf den Sonnenschein. Endlich können wir die kurvenreiche Route unter die Räder nehmen. Auf der Tour fahren wir plötzlich durch dichten Neben, uns kommt es vor, als seien wir auf einer anderen Insel. In einem grösseren Dorf geniessen wir den ersten Kaffeestopp und lassen uns im "Market" Pannini's mit Schinken und Käse füllen. Es geht weiter Richtung Süden, von weitem können wir das Meer und Sonnenschein erblicken. Einfach herrlich. Direkt am Meer verschlingen wir unsere Brote und geniessen dabei das Meer, die Sonne und die Wärme. Leider rückt die Zeit viel zu schnell, wir fahren weiter der Küste entlang, zurück Richtung Santa Maria Navarrese. Ein weiterer Kaffeehalt darf natürlich nicht fehlen, sowie das Thema: Regenkombi aus, oder doch an!? Gegen 17.00 Uhr erreichen wir das Hotel und freuen uns auf das gute Nachtessen.

Erika + Peter Uhri

Mittwoch  Fäkalien-Tour
Wie jeden Morgen wird die Tour nach der Wetterlage ausgesucht. Aus diesem Grund war Tour 1 in Kombination mit Tour 2 angesagt. Nach anfänglichem Sonnenschein verdunkelte sich bald der Himmel und es war wieder mit Regen zu rechnen. Als wir über 2 Pässe Richtung Fonnie fuhren war die schmale Strasse mit tierischen Ausscheidungen bepflastert (Kühe, Geissen, Schafe), was uns zu diesem Titel führte. Trotzdem war die Landschaft traumhaft schön. Nach diesem Abschnitt war die Waschstrasse angesagt. Der Himmel öffnete seine Schleusen, was aber auch nicht viel nützte. Trotzdem wieder ein toller Tag. Max Favre +

Roland Madöri

Donnerstag
Abfahrt in St. Navarrese bei endlich sonnenblauen Himmel Richtung Norden, über bewaldete Berge bis zum Picknickplatz. Lustiges Picknick mit sehr guten Sandwiches. Auf der Rückfahrt begegneten uns Wildpferde, Wildschweine mit ihren Jungen und Rinder sowie Schafherden, die immer wieder unsere Fahrbahn kreuzten. Landschaft und Natur sowie die Strassen sind einfach fantastisch. Müde und hungrig zuhause angekommen freuten wir uns auf ein feines Nachtessen.

Dieter Soder

Freitag
Auch der Freitag war ein Tag mit perfektem Wetter. Also noch geniessen so lange es geht. Vor allem wollten wir unbedingt das Orgasmus Valley nochmals fahren. Das ist der sardinische Höhepunkt schlechthin! Wir fuhren die Tour 3 in leicht abgekürzter Version und kamen sogar in den Genuss die sardinische Dampfbahn zu sehen. Nach guten 200km blieb am späteren Nachmittag noch Zeit zum Gelati-Essen (für den Rest der Gruppe) und zum Pneuwechseln (für mich).
Die Strassen auf Sardinien sind eben in jeder Hinsicht sehr aufreibend!

Andi Fischer

Samstag
Heute Samstag heisst es wieder Abschied nehmen von der Insel Sardinien und dem Städtchen St. Maria Navarrese. Check-out um 10:30 Uhr. Bevor wir unsere Motorräder starten gibt es noch ein Fotoshooting auf der Treppe vor dem Hotel. Leider fehlen auf diesem Foto unsere Freunde Trix und Ruedi Gut; welche bereits am Donnerstag die Rückreise angetreten haben. Um 11:30 Uhr sind alle bereit zur Abfahrt. Ein letztes Adieu an Prisca und Marco, welche einen Tag später via Rom die Heimreise antreten.  Die Karawane mit 21 Motorrädern macht sich auf den Weg zum Hafen von Arbatax. Bei sonnigem Wetter legt die Fähre um 14:00 Uhr in Arbatax ab und fährt via Olbia nach Genua. Auf Deck verfolgen wir mit dem "Navi" die Schiffsroute bis Olbia. Bevor es ab geht in die Kojen Nachtessen, Schlummertrunk und den schönen Erinnerungen nachsinnen.
Roland Madöri

Sonntag
Nach dem Frühstück auf dem Schiff begaben wir uns zu den Motorrädern im Unterdeck. Jeder entzurrte und bepackte seine Maschine. Da bis zur Ausschiffung noch Zeit blieb, verabschiedeten wir uns gleich hier. Einige fuhren in Gruppen nach Hause, ein paar wenige alleine. Schade, dass diese Ferien schon vorbei sind. Leider spielte das Wetter  nicht immer mit, was wir natürlich erwartet hatten, schliesslich sind wir die letzten Jahre diesbezüglich verwöhnt worden.

Felix Küry

Fotos von der Sardinenwoche vom 17. bis 24. Mai 2008
Last update: 08.10.2017
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