SINUS-Report 2014 - TCS-Motorradgruppe

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

News > Archiv
Jeden Tag werden zwei Fussgänger schwer oder tödlich verletzt


Der SINUS-Report 2014 der bfu zeigt: Senioren sind besonders gefährdet


Letztes Jahr wurden 723 Fussgänger schwer und 69 tödlich verletzt, was einem Tagesdurchschnitt von zwei schweren Fussgängerunfällen entspricht. Dies geht aus der Auswertung des Unfallgeschehens im SINUS-Report der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung hervor. 70 Prozent der getöteten Fussgänger sind Senioren. Die Kollisionsgeschwindigkeit spielt bei der Frage nach der Überlebenswahrscheinlichkeit eine entscheidende Rolle.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Verkehrssicherheit auf den Schweizer Strassen insgesamt konstant verbessert. Betrachtet man aber die Entwicklung des Unfallgeschehens bei Fussgängern, zeigt sich ein deutlich weniger positives Bild. So wurden 2013 nach einem Jahrzehnt mit grossen Schwankungen nahezu gleich viele Fussgänger schwer verletzt oder getötet wie im Jahr 2003. Das Risiko, bei einem Fussgängerunfall getötet zu werden, steigt mit zunehmendem Alter. Im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre beträgt es bei über 64-Jährigen fast das 8fache. Dies erklärt auch, dass letztes Jahr von den total 69 getöteten Fussgängern 48 Senioren im Alter von 65 oder mehr waren. Dies entspricht einem Anteil von 70 Prozent. Hauptgrund dafür ist, dass ältere Menschen körperlich verletzlicher sind als jüngere.

Betrachtet man die Ortslage, stellt sich heraus, dass sich schwere Fussgängerunfälle weitaus am häufigsten innerorts ereignen. Dafür ist bei Unfällen auf Ausserortsstrassen die Verletzungsschwere deutlich höher. Dies aufgrund der meist erheblich höheren Kollisionsgeschwindigkeiten. Diese spielen bei der Frage, ob ein Fussgänger einen Unfall überlebt, eine entscheidende Rolle: Bei einer Frontalkollision mit einem Personenwagen ist das Risiko für einen Fussgänger, dabei zu sterben, bei Tempo 50 rund 6mal so hoch wie bei Tempo 30. Und schon bei 60 km/h verdoppelt es sich noch einmal (siehe Grafik).

Rund drei Viertel der schweren Personenschäden sind beim Überqueren der Strasse zu verzeichnen. Auf Fussgängerstreifen verunfallten letztes Jahr 301 Fussgänger schwer, 21 wurden getötet. Diese Unfallzahlen liegen in der Grössenordnung der Vorjahre. In 90 Prozent der Fälle wird die Hauptschuld für schwere Fussgängerunfälle auf Zebrastreifen den Motorfahrzeuglenkern angelastet.

Den Link zum SINUS-Report 2014 sowie eine Zusammenstellung der wichtigsten verkehrssicherheitsrelevanten gesetzlichen Bestimmungen finden Sie in der Online-Version dieser Medienmitteilung unter www.medien.bfu.ch.

Last update: 08.10.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü