SINUS-Report 2015 - TCS-Motorradgruppe

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Was kann die Unfallprävention für Fussgänger, Rad- und Motorradfahrer tun?

SINUS-Report der bfu ortet Probleme bei leicht verletzlichen Verkehrsteilnehmern

Personenwagen-Insassen haben am stärksten von der deutlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit in den letzten Jahrzehnten profitiert. Nicht so positiv war die Entwicklung bei den Fussgängern, Rad- und Motorradfahrern. Das geht aus der Auswertung des Unfallgeschehens im SINUS-Report 2015 der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung hervor. Bekannte Probleme wie beispielsweise die starke Unfallbelastung von leicht verletzlichen Verkehrsteilnehmern im Innerortsbereich müssen jetzt gezielt angegangen werden. Der SINUS-Report skizziert die Richtung.

Der SINUS-Report 2015 bestätigt die Trends der letzten Jahre: Die Problematik des Langsam- und Motorradverkehrs akzentuiert sich. Es stellt sich also zwingend die Frage, was in der Unfallprävention für diese Verkehrsteilnehmergruppen in den nächsten Jahren getan werden soll.

Die Zahl der schweren Unfälle von Fussgängern und Radfahrern stagniert seit rund zehn Jahren. Wichtigste Massnahmen zur Verbesserung ihrer Sicherheit sind aus Sicht der bfu:
  • Planen bzw. optimieren des Netzes und daraus abgeleitete Verbesserungen an der Infrastruktur (v. a. an Kreuzungen);
  • Anpassen des Geschwindigkeitsmanagements (u. a. Temporegime 50/30 innerorts);
  • Verbessern der Kollisionseigenschaften von Motorfahrzeugen (z. B. optimierte PW-Fronten);
  • Ausrüsten der Motorfahrzeuge mit elektronischen Systemen (z. B. Bremsassistenzsysteme).

Seit 2009 erleiden jährlich mehr Motorradfahrer als PW-Insassen schwere oder tödliche Verletzungen. Anteilsmässig nimmt damit das Sicherheitsproblem im Motorradverkehr zu. Folgende Massnahmen zur Verbesserung ihrer Sicherheit sind aus Sicht der bfu zentral:
  • Optimieren des Geschwindigkeitsmanagements durch mehr polizeiliche Tempokontrollen und begleitende Sensibilisierung;
  • Optimieren der Infrastruktur durch Anwendung der Infrastruktur-Sicherheitsinstrumente (ISSI);
  • Motivieren der Motorradfahrer für Antiblockier- und Integralbremssysteme (durch Anreizsysteme) sowie für Helm und Schutzbekleidung (vor allem bei Rollern). Diese beiden Elemente sind bereits Thema der Motorrad-Unfallverhütungskampagne von bfu und FMS: www.stayin-alive.ch;
  • Fördern eines vorausschauenden Fahrstils bei den PW- und Motorradfahrern.

Den Link zu einer Infografik, zum SINUS-Report 2015 sowie zu einer Zusammenstellung der wichtigsten verkehrssicherheitsrelevanten gesetzlichen Bestimmungen finden Sie in der Online-Version dieser Medienmitteilung unter www.medien.bfu.ch.


Last update: 08.10.2017
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