Sommerferientour 2015 - TCS-Motorradgruppe

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Bericht von Niggi Bastian

Die «Sommerferien Tour 2015» führte uns dieses Jahr von Kaiseraugst nach Altenstadt, das etwas südlich von Ulm zu finden ist. Aber der Reihe nach:
Bei schönstem Wetter fuhren wir zuerst via Autobahn bis nach Frick, danach über Hauptstrassen bis nach Romanshorn, wo wir im Restaurant «Bahnhof » ein vorzügliches Mittagessen nahe am Bodensee verdrückten durften. Ich freute mich – bei diesem Wetter – ganz besonders auf die Überfahrt mit der Fähre bis nach Friedrichshafen. Genau das Richtige, um das Mittagessen zu verdauen. Während der Überfahrt konnte man sogar einen Zeppelin bewundern, der über dem Himmel vom Bodensee einen Rundflug machte.
Von Friedrichshafen aus hatten wir dann noch etwa knapp 120 Kilometer bis nach Altenstadt zu fahren. Aber bevor wir unsere Zimmer im «Landgasthof Fischer» beziehen konnten, mussten wir aber noch Fritz wieder «einfangen». An dieser Stelle möchte ich gerne erwähnen, dass es mit dem «Warten auf den Hintermann» eigentlich immer gut geklappt hatte. Weshalb Fritz mir und Felix «durch die Lappen ging» ist mir heute noch schleierhaft. Die folgende «Suchaktion» war genauso beeindruckend wie die Gerüchteküche, die schlagartig zu brodeln begann. Einmal hatte man da einen «grauen Töff Fahrer» gesehen, dann erschien er mal hier, mal dort – und schlussendlich erschien Fritz mit einer halben Stunde Verspätung dann doch noch im Hotel.
Unser Gastgeber Uwe Landgraf hatte für diesen Abend feine Grilladen vorgesehen, welche fachmännisch von ihm und seinem Sohn zubereitet wurden. Im Laufe des Abends eröffnete uns Uwe, dass die morgige Tour von seinem Freund Thomas geleitet werde, weil er etwas Respekt vor dem Gruppenfahren habe und er somit das Schlusslicht machen werde. «Ja gut» dachte ich, «dann habe ich auch mal etwas von der schönen Gegend.» Nachdem sich unser «Tourguide» Thomas vorgestellt hatte, erkundigte sich Patrick, Uwe’s Sohn, nach einer Mitfahrgelegenheit, da er selber erst eine 125er fährt. Markus stellte sich zur Verfügung und bot ihm einen Platz auf seiner Honda Deauville an. Schlussendlich konnte Patrick während der Ausfahrt auch noch Olli’s FJR «testen».
Da Uwe ein echt toller Gastgeber ist, kümmerte er sich auch noch zu später Stunde um uns und führte einige sogar in die Wunderwelt der Schnäpse ein – ich schlief jedenfalls so gut wie schon lange nicht mehr.
Nach dem Morgenessen sattelten alle zügig ihre Motorräder, so dass wir pünktlich von Altenstadt abfuhren. Thomas führte uns von einer tollen Strecke zur nächsten, so dass wir uns sehr schnell an das 100 km/h Limit gewöhnten. Langgezogene Kurven führten uns durch wunderschöne Gegenden. Dass die Anwohner zeitweise durch die (lauten) Töff Fahrer gestört werden, konnte man an einigen Schildern erkennen, die zu leiserem Fahren aufriefen. Kurioserweise konnte man so eine gesetzliche Weisung auch im Lautertal lesen: Leiser fahren im Lautertal – wenn das mal klappt…
Dass Uwe ein toller Organisator ist, konnte man dann wieder beim Mittagessen unterwegs feststellen. Wir hatten am Abend vorher schon die Speisekarte des Restaurants von Uwe bekommen, der dann unsere Wünsche dem Restaurant durchgab und wir somit sehr schnell bedient wurden – tiptop.
Damit die Verdauung wieder in Schwung kam, ging es zügig weiter; wiederum durch schöne Gegenden mit tollen Aussichten auf die umliegenden Berge oder die nächste Kurve.
Auch an diesem Tag funktionierte das «Aufeinander warten» sehr gut und musste nur einmal praktiziert werden. Nach einer Kreiselausfahrt mit doppelspuriger Bergstrecke (damit man die PW’s zügig überholen kann) hatte ich als Zweitletzter plötzlich Uwe auf seiner BMW nicht mehr im Rückspiegel. «Au Backe», denke ich, «ist Uwe jetzt doch noch von einer BMW-internen Rückrufaktion betroffen worden oder ist er im Kreisel ausgebremst worden?» Sicherheitshalber ging ich vom Gas und guckte mehrmals im Rückspiegel nach Uwe, der aber nirgends zu sehen war. Da Uwe eine ziemlich gut motorisierte BMW fährt und immer noch nicht im Rückspiegel auftauchte, drehte ich mich nach links um, damit ich über meine Schulter die ganze Strasse in der Übersicht hatte. Und wer fährt denn da links auf dem Überholstreifen auf gleicher Höhe und guckt mich verdutzt an, weil ich kein Gas gebe? Einmal dürft Ihr raten…
Eigentlich schon wieder in Altenstadt angekommen, setzte sich der grösste Teil der Motorradgruppe noch in eine Eisdiele, um sich und die Motoren abzukühlen. Catherine und ich frönten noch etwas unserem Hobby und verzichteten auf ein Eis.
Beim Nachtessen erklärte Uwe, dass wir als Gruppe «ganz gut funktionieren – er sei beeindruckt gewesen». Auch Thoma war der Meinung, dass die Tour auch für Ihn sehr angenehm über die Bühne gegangen sei. Es sei offensichtlich gewesen, dass Gruppenfahren für uns nichts Neues sei. Grund genug also, um einen zu heben – was wir dann auch taten.
Je später der Abend, desto übersichtlicher wurde die Schar derer, die mit Uwe noch den einen oder anderen Schnaps eliminierten. Schlussendlich sassen nur noch Catherine und ich mit Uwe und seinem Sohn Patrick am Tisch und hatten zu früher Stunde ziemlich viel Spass miteinander (und ich schlief noch besser wie die Nacht zuvor…)
Sonntag – Rückreisetag. Auch dieser Tag hatte so seine Überraschungen parat, aber zuerst hiess es Abschied nehmen von Silvia und Uwe. Es wurden noch fleissig Fotos von der TCS-Motorradgruppe und den Gastgebern geknipst, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Gegen Mittag – kurz vor der Grenze – interpretierte Catherine Ihr GPS zwar nicht verkehrt, aber eine Baustelle führte uns auf eine sehr kuriose Umfahrung, von dem sich Catherines GPS nicht wieder erholte. Spätestens auf Schweizer Boden fuhr Catherine rechts ran und wir knobelten, ob wir zur reservierten Wirtschaft zurückfahren sollen oder eine alternative Wirtschaft suchen sollen. Da es unterdessen so heiss geworden war, dass sogar die Bäume den Hunden hinterherrannten, sagte Catherine telefonisch die Reservierung ab und wir kehrten in einer anderen Gaststätte ein, wo wir ebenfalls ein gutes Mittagessen bekamen. Da wir nun «etwas ab vom Schuss» waren, improvisierten der Preesi und die Aktuarin den weiteren Heimweg so, dass wir im Restaurant Kreuz in Kaiserstuhl noch eine Glace und etwas trinken konnten. Hier verabschiedete man sich auch offiziell voneinander, obwohl sozusagen alle dem Rhein entlang bis zum heimischen Domizil fuhren.
Resümee: Drei tolle Tage, eitel Sonnenschein und ein Gastgeber, der nicht nur auf dem Töff sattelfest ist. Tolle Strecken wurden gefahren und wunderschöne Gegenden entdeckt. Was mir ebenfalls angenehm auffiel ist die Tatsache, dass das Aufeinander warten sehr gut klappt. Das einzige Problem, was ich noch ein paar Tage mit mir herumschleppte war der Umstand, ausser Orts anstatt 100 km/h nun nur noch 80 km/h fahren zu dürfen. Aber da alles ein wenig enger ist in der Schweiz, verschwand dieses Problem relativ schnell.
Vielen Dank an Catherine für diese tolle Tour – jederzeit gerne wieder.

Niggi – «der Letzte».

Fotos von Catherine Bastian und Andi Fischer
Last update: 08.10.2017
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